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Schwacher Fleischmarkt drückt Schlachtschweinepreis nach unten

Seit Wochen klagen die Schlachtunternehmen in Deutschland und auch in anderen Staaten der Europäischen Union über eine schwache Nachfrage, rückläufige Teilstückpreise und sinkende Margen am Markt für Schweinefleisch. Nun hat der Druck offenbar derart zugenommen, dass die hiesigen Schlachtbetriebe die Reißleine ziehen und eine Senkung des Erzeugerpreises erzwingen. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) musste heute ihre Leitnotierung für Schlachtschweine um 6 Cent auf 1,77 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) zurücknehmen; die Spanne reichte von 1,75 Euro bis 1,79 Euro. Dies war erst die zweite Preisrücknahme in diesem Jahr und zugleich die stärkste.

Den Fleischvermarktern zufolge sorgt der sukzessive Beginn der Schulferien in den Bundesländern - kommende Woche ist Nordrhein-Westfalen an der Reihe - für eine saisonal immer schwächere Nachfrage. Hinzu komme, dass China zuletzt weniger Ware bestellt habe und die Philippinen die Einfuhr für deutsches Schweinefleisch gesperrt hätten, so die Analysten. Damit stehe trotz eines geringen Lebendangebots für den EU-Binnenmarkt genügend Ware zur Verfügung. Lediglich südlich der Alpen profitiere der Fleischabsatz von den anreisenden Urlaubern.

Vergangene Woche hatten die belgischen Schlachtbetriebe wegen rückläufiger Erlöse für Hälften und Teilstücke am EU-Markt bereits ihre Ankaufspreise für Schlachtschweine um 5 Cent/kg Lebendgewicht (LG) gesenkt und damit ein Zeichen gesetzt. Die niederländische Vion folgte diese Woche mit einem Minus von 4 Cent/kg SG. AgE


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